Der VW Caddy - sympathischer Lastenesel und Freizeitpartner

Caddy - eine hübsche Bezeichnung für ein Auto! Der Caddy im Golfsport ist eine zumeist männliche Person, welche die Tasche mit den Golfschlägern während des Golfspiels über den Rasen schleppt und den Spieler bei der Auswahl des Golfschlägers berät. Männlich deshalb, weil das weibliche Geschlecht den rund sieben Kilogramm wiegenden Golf-Bag als zu schwer empfindet. Der Weltklasse-Golfer Bernhard Langer war in seiner Jugend als Caddy auf dem Grün unterwegs. Doch wie die Tennisball-Kinder und die Kegel-Buben so ist auch der Caddy kaum noch anzutreffen. Umso schöner ist es, dass Volkswagen den Begriff "Caddy" als Hochdach-Kombifahrzeug mit Nutzfahrzeug- und Familienqualitäten mit neuem Leben erfüllt hat.

Die erste Caddy-Generation: ein "Pickup"

Als Volkswagen-Produkt - wie wir Europäer es kennen - wurde der Caddy im Jahre 1983 geboren. Der Modellname Caddy steht bei VW für einen Typ innerhalb des Nutzfahrzeuge-Programms, der auf PKW-Basiskonzipiert wurde. Die erste Modellgeneration bestand aus einem Pickup, der mit und ohne Aufbauten geliefert wurde. Doch die Geschichte des Caddy beginnt eigentlich schon im Jahre 1979 am VW ProduktionsstandortWestmoreland/Pennsilvania/USA. Dort ging der für den US-Markt konzipierte zweisitzige Pritschenwagen als "Rabbit Pickup" an den Start. Er komplettierte die auf dem US-Markt als "Rabbit" eingeführte "Golf" Produktlinie bis 1993.

Heute: 4. Generation Caddy

Aktuell baut Volkswagen den Caddy in der vierten Modellgeneration. Er entwickelte sich hin zum geschlossenen Kastenwagen. In dieser seit 2009 produzierten Form basiert er technisch auf dem VW "Touran". Die Palette besteht aus zwei Basisversionen: dem Kastenwagen ohne Verglasung und dem Sieben-Sitzer-Kombi "Life". Das Basismodell hat eine Fahrzeuglänge von 4,41 Metern und verfügt über zwei Schiebetüren. Die "Maxi"-Variante misst 4,89 Meter und ist als Stadtlieferwagen 2,0 TDI beliebt. Eine Pickup-Version ist nicht mehr im Programm. Seit 2010 vertritt der VW Amarok das Pickup-Marktsegment. In die Baureihen seit 2011 hat VW zahlreiche Kundenwünsche einfließen lassen. Und so präsentiert sich der VW Caddy mit neuer Frontpartie, aufgewerteter Ausstattung sowie sparsamen, kultivierten Motoren. Auch in der Version als Familien-Caddy zeigt sich das Fahrzeug deutlich attraktiver. Die Produktion befindet sich im polnischen Poznan, wo Volkswagen eine Nutzfahrzeugproduktion unterhält.

Kultiviert und sparsam: die Motorenpalette

Die Caddy-Familie greift auf Otto- und Dieselmotoren zurück. Alle Aggregate sind auf Sparsamkeit und kultivierten Lauf optimiert und kommen serienmäßig mit Fünfgang-Schaltgetriebe. Optional steht ein Doppel-Kupplungsgetriebe bereit. Ein moderner BlueMotion Common-Rail-Einspritz-Diesel mit 1,6 Litern Hubraum und 55 kW (kombinierte Werte: 5,3 - 5,2 l/km; 139 - 136 g/km) bietet kultiviertes Diesel-Fahrvergnügen zu vertretbaren Unterhaltskosten. Die Motorisierung mit 75 kW (kombiniert 5,4 - 4,9 l/100 km; 139 - 129 g/km) hält auch bei höherem Ladegewicht Leistungsreserven vor. Für Liebhaber von Otto-Motoren steht ein steuer- und verbrauchsgünstiger 1,2 TSI Benzinmotor bereit. Beim Kombi- und Kastenwagen mit BlueMotion Technologie liegt der kombinierte Kraftstoffverbrauch für die 70 kW-Variante bei 6,4 - 6,2 l/100 km, derKombi-CO2-Emmissionswert bei 149-144 g/km. Die kräftigste Motorvariante erhielt der Kleintransporter zu seinem 30. Geburtstag: den 2.0 TDI Motor mit 103 kW (kombiniert 5,9 - 5,5 l/100 km; 155 - 144 g/km) und einer Höchstgeschwindigkeit von 196 km/h. Der 2-Liter-Erdgas-Motor "EcoFuel" leistet 80 kW (kombiniert 8,8-8,7 l/100 km; CO2-Emissionen 157-156 g/km). Für den Freizeitmarkt wartet Volkswagen aktuell mit dem Caddy Camping-Sondermodell "Tramper" auf.

Im Wettbewerb gut aufgestellt

Langjährige Produktionserfahrung, eine runde Motorenpalette mit Augenmerk auf Sparsamkeit in Verbrauch und CO2-Ausstoss charakterisieren den Caddy. Seit dem Facelift 2010 ist die Fahrzeugausstattung mit den gehobenen Erwartungen der Käufer angestiegen. Die Ergänzung um eine Camping-Variante wertet die Familie im Wettbewerb mit den europäischen Konkurrenten Opel "Combo" und Citroen "Berlingo Multispace auf.